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Western Pleasure

Worauf es ankommt und wie gerichtet werden sollte

DEFINITION "Western Pleasure"


Ein Pleasurepferd sollte den Eindruck vermitteln, daß es gelassen und durchlässig die geforderten Gangarten läuft, ohne den Eindruck von Einschüchterungen zu vermitteln. Es sollte mit feinen Hilfen geritten werden und einen entspannten, selbstsicheren und willigen Eindruck hinterlassen.

Die Bewegungen sollten fließend sein und dem Gesamteindruck des Pferdes entsprechen, d.h. nicht unbedinngt das langsamste Pferd ist das beste, wenn es nicht zum Gesamteindruck des Pferdes paßt. Die Kopfhaltung sollte natürlich aussehen. Bei den Tempowechseln werden weiche Übergänge positiv bewertet, wenn sie ohne Störung der Vorwärtsbewegung präsentiert werden. Ein Pleasurepferd soll ein ausbalanciertes Gebäude, lebhaftes Auge und Spaß an der Aufgabe zeigen.


Gangarten/Takt

Eine Pleasureprüfung besteht aus fünf verschiedenen Gangarten: Walk, Jog, extendet Jog, Lope (lope with a slightly increase in forward motion ) und Back up.

Schritt ( Walk ), Trab ( Jog ) und Gallopp ( Lope ) werden auf beiden Händen (Links und Rechts) vorgestellt. Extendet Jog und Back up meistens nur auf einer.

Der Schritt ( Walk ) ist ein Viertakt und soll weich und flach sein und trotzdem dabei weit untertreten. Jeder Fuß soll sich in der gleichen Geschwindigkeit bewegen, damit der Schritt fließend wirkt.

Der Trab ( Jog ) ist eine Zweitakt Bewegung, bei der die jeweils diagonalen Beinpaare sich schwingend und dynamisch bewegen. Es darf niemals ein Viertakt sein, noch soll der Jog abgehackt und unrytmisch ausschauen. Die Geschwindigkeit soll immer der Beinlänge und dem Gebäude des Pferdes angepasst sein, aber niemals eilig oder hektisch wirken.

Der Galopp ( Lope ) ist eine Dreitakt Gangart, wobei sich das Pferd "fließend, einer Welle ähnlich" fortbewegen soll. Die Geschwindigkeit soll auch hier der Länge des Beines und der Größe des Pferdes entsprechen. Der Hals sollte dabei ruhig und ausbalanciert sein.

Das Rückwärtsgehen – Back up kann an der Bande oder in der Mitte der Arena verlangt werden. Diese Bewegung soll vom Pferd ohne Verzögerung, frei von Wiedersatz und in einer geraden Linie ausgeführt werden.

Allgemein gilt bei den Gangarten, dass kein Pferd aufgrund seiner Größe und daraus resultierenden schnelleren Geschwindigkeit bestraft werden darf, wenn er ein kleineres langsames Pferd überholt.


FEHLER:

Diese Fehler werden je nach Schwere, durch mehr oder weniger Punktabzug bestraft:

auf der falschen Hand angaloppieren oder die geforderte Gangart unterbrechen.

der Verlust der Vorwärtsbewegung beim wechseln der Gangarten oder beim wechseln der Hand des Pferdes, wird mit drei Plazirungen schlechter, oder bei kleineren Kassen mit dem letzten Platz bestraft.

eine Verweigerung beim Rückwärtz gehen wird je nach Ermessen des Richters mit Punktabzug oder Disqualifikation geahndet.

Beim Aufruf eines Gangartenwechsels durch dem Richter, sollte der Reiter innerhalb von fünf Sekunden folge leisten, ansonsten wird er mit Punktabzug bestraft.

Weitere Fehler die durch Punktabzug bestraft werden sind:

zu schnell in jeder Gangart

mit dem falschen Galopp beginnen

extreme Langsamkeit in jeder Gangart und Verlust der Vorwärtsbewegung

das Pferd oder den Sattel mit der freien Hand berühren

der Kopf wird zu hoch oder zu tief getragen

die Nase ist fünf Schritte oder weniger hinter der Senkrechten des Kopfes

die Nase des Pferdes ist zu weit nach vorne gestreckt

das Maul des Pferdes ist übermäßig weit geöffnet

wenn das Pferd stolpert

benützen der Sporen vor dem Gurt

ein Pferd welches einen widerspenstigen, teilnahmslosen und oder müden Eindruck macht.

Pferde mit hektischen, abgehackten oder zu kurzen Schritten

Wenn die Zügel so lang sind, dass ein leichter Kontakt zum Pferdemaul nicht mehr gewährleistet ist.

Fehler die außer bei Anfänger- und Jugendklassen zur Disqualifikation führen:

das wechseln der Hand, oder reiten mit zwei Händen außer beim Vorstellen mit Trense und Hackamore

mehr als einen Finger zwischen den Zügeln

die Nase des Pferdes ist mehr als fünf Schritte hinter der Senkrechten.

Diese Angaben sind rein sachlich und sollen nur als Anhaltspunkte für die Wertung von Pleasure Prüfungen geben, denn jeder, der schon einmal Pleasure Prüfungen gesehen hat, hat gesehen, daß jeder Richter die Prüfungen auf seine eigene Weise richtet, deshalb laßt Euch nicht entmutigen, wenn ihr mal weiter hinten Platziert seid, denn beim nächsten Richter kann es schon wieder anderes aussehen. Beste Beispiele sind die mehrfach Shows, bei denen verschiedene Richter den gleichen Ritt auf ganz unterschiedliche Weise richten und so der gleiche Ritt, mal ersten und auch mal letzter sein kann.

Ich kann euch nur empfehlen lest die Regelbücher der verschiedenen Vereine und schaut euch viele Pleasureklassen an.



DIE NEUEN PLEASURE-REGELN

Wie die meisten von euch sicher mitbekommen haben, gibt es seit Mitte 2003 eine Regeländerung, hinsichtlich der Verstärkung der Gangarten. Das Kommando für Galopp heißt jetzt nicht mehr "lope", sondern "lope with a slightly increase in forward motion". Beim "jog" kam die Verpflichtung mindestens auf einer Hand eine Verstärkung zu verlangen, den "extendet jog".(Außer bei Jugend- und Noviceklassen)

Nach meinen Erfahrungen im letzten Jahr, war die Einführung mitten in der Showsaison eine denkbar schlechte Entscheidung. Weder Richter noch Reiter waren in der Lage sich richtig zu informieren und vorzubereiten. So kam es zu jeder Menge Fehleinschätzungen und Falschauslegungen der neuen Bestimmungen. Der Grundgedanke ist sicherlich richtig, wieder mehr Dynamik in das Pleasurepferd zu kriegen. Nur wurde diese Regel aufgrund der Verhältnisse in USA geändert, wo die Pferde bedeutend langsamer laufen wie hier in Europa. So kam es im letzten Sommer (Zeiskam 03), dass die Pleasureprüfungen eher einer Hunterklasse glichen, wo Pferde in "Longtrot und Canter" durch die Arena liefen.

"Extendet jog" ist immer noch ein "Jog", wie der Name schon sagt und sollte wie beim "lope with a slightly increase in forward motion" eine Tempoverstärkung von gerade mal 1-2km/h bedeuten und nicht voll durchstarten. Das Ziel dieser Änderung ist es wieder schöne Beweger in den Prüfungen zu sehen und nicht Pferde die durch die Arena stolpern, als ob sie Artrose in den Gelenken hätten. Ein fataler Fehler wäre die Regel fasch auszulegen und die Prüfungen wieder "schnell" zu machen. Das einzige Ziel der AQHA ist es wieder Taktreinheit, Losgelassenheit und Dynamik in den Gangarten zu sehen und schlecht laufende Pferde disqualifizieren zu können. Deswegen werden trotzdem noch die langsameren Pferde, die versammelt am langen Zügel laufen gewinnen und nicht die, dessen Pferde auseinanderfallen und auf der Vorhand schnell dahinlaufen!


Soviel zur Definition der Western Pleasure


Einen weiteren Bericht über die Voraussetzungen für ein gutes Pleasure Pferd in der Western Pleasure könnt Ihr hier lesen, denn nicht jedes Pferd eigenet sich für eine Western Pleasure. Da mann keine Pferde in eine Disziplin drängen sollte, sollten die Pferde gewisse Voraussetzungen erfüllen um auch selbst Spaß an der Western Pleasure zu haben


Weitere Infos zur Western Pleasure

Worauf es ankommt und wie gerichtet werden sollte / Die neuen Regel in der Western Pleasure





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