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Im November 1999 wechselte ich das nächste Mal den Stall, da meine Krankheit nicht verging und mein Besitzer hoffte, durch den Stallwechsel diese Krankheit in den Griff zu bekommen. In meinem Blut wurden nämlich Rückstände von Pflanzengift entdeckt. Ich ging zum Stall von Oliver Sturm, der Silver Diamond Ranch.
Nach wenigen Wochen fing es dann auch an mir besser zu gehen und konnte wieder mit Elan rumtoben. Leider war ich beim Toben zu unvorsichtig und ich habe mir das Bein richtig schön aufgerissen, so dass der Tierarzt kommen musste. Ich musste danach lange stehen und durfte mich nicht bewegen, aber Anfang Januar 2000 durfte ich dann wieder lostoben. Leider habe ich es damit etwas übertrieben, so dass der Wundenverlauf nicht optimal wurde. Mitte Februar hatte sich das Bein wieder sehr stark entzündet und mir wurde wieder eine lange Ruhephase verordnet. Leider bliebt mir mein Pech treu, aber mein Besitzer, Thorsten, macht alles dafür, damit es mir bald wieder besser geht. Er kümmerte sich so gut er konnte um mich und irgendwann, hoffe ich, werde ich ihm alles wieder zurück geben können, aber bei den ersten Turniere im Jahr 2000 werde ich nicht mitmachen können. Vielleicht sehen wir uns ja auf einem der späteren Turniere.
Jetzt im Sommer 2000 bin ich wieder einigermaßen fit, bis auf viele kleinere Macken, aber nichts schlimmes, die ich mir immer wieder selber zufüge, weil ich wohl ein kleiner Tollpatsch bin. Das muss wohl an meiner Farbe liegen, Palomino. Man sagt den Palominos ja die gleichen Eigenschaften nach, wie bei den Menschen, den Blondinen. Muss wohl etwas wahres dran sein. Mal Spaß beiseite.
Jetzt, wo ich wieder fit bin, fangen wir wieder an, uns auf die Turniere vorzubereiten. Es ist viel Arbeit, denn durch meine Verletzung bin ich ziemlich aufgegangen, um nicht zu sagen, das ich an der ein oder anderen Stelle etwas dick geworden bin. Leider bleiben uns nicht mehr viele Turniere in diesem Jahr, aber die Internationalen Deutschen Meisterschaften wollen wir schaffen.
Ich freue mich darauf. Wir wollen wieder in den Halter-Klassen antreten. Für die Reitdisziplinen sind wir noch nicht so weit. Ich werde ja gerade erst an das Reiten gewöhnt. Ein komisches Gefühl jetzt auf einmal jemanden auf dem Rücken zuhaben. Zurück zum Turnier. In Aachen starten wir zwar, aber wir werden wohl nicht weit vorne platziert sein, aber egal.
Dabei sein ist alles und wenn wir nicht letzter werden, sind wir schon zufrieden, aber auch wenn wir letzter werden, ist es egal. Einer muss ja letzter werden. Ich werde es dann mit Stolz, denn ich habe mich getraut, überhaupt teilzunehmen. Vielleicht sehen wir uns ja in Aachen. Würde mich freuen.
Nur Mut, auch wenn ihr nicht die ersten Plätze belegt, aber das dabei sein ist Spaß genug, denn die ersten Plätze sind meistens für die Top-Pferde reserviert, die dann von den Profis oder den angeblichen " Amateuren " vorgestellt werden. Die wirklichen Amateure, wie mein Besitzer und ich, kämpfen dann um die hinteren Plätze, aber umso mehr freuen wir uns, wenn wir mal eine für uns gute Platzierung erreichen, ganz im Gegenteil zu den Topleuten, die sich schon ärgern, wenn sie " nur " den zweiten Platz belegen. Für uns Amateure zählt eben der Spaß am meisten und nicht unbedingt die Platzierung. Wir wünschen uns nur, dass mehr Menschen so denken würden, denn so würden auch die Pferde, die vielleicht nicht so gut sind, um zu siegen, auch mal in den Genuß des Spaßes eines Turniers kommen.
Nach der starken Verletzung hatten wir nicht viel Zeit uns auf Aachen vorzubereiten und keiner wußte genau ob wir es schaffen bis dahin in einer guten Form zu sein. Es war ein hohes Risiko dort zu starten, bzw. für das Turnier rechtzeitig zu melden, da in Aachen Nachnennungen nicht möglich sind und wir deshalb 6 Wochen vorher nennen mußten aber Aachen ist vorbei und wir waren mehr als zufrieden. Hier könnt Ihr mehr davon lesen.
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